Nachfolger-Blog für die Berufsorientierung!

16. Mai 2008

Es gibt unerwartete Neuigkeiten:

Das neue Nachfolger-Weblog steht ab sofort zur Verfügung: Neue Beiträge zur Berufsorientierung und zum Bewerbungstraining werden ab sofort nur noch im neuen Weblog “Strövers Bewerbungsmanagement” angeboten:

http://www.bewerbungsmanagement.stroever.net

Aufgrunddessen, dass es technische Probleme mit der Blogsoftware gab und ein Update nicht ohne Weiteres möglich war, entschied ich mich spontan, kurzerhand ein völlig neues Blog einzurichten. Dieses Berufwahlhelferblog wird natürlich bestehen bleiben, wenn auch nicht mehr weiter fortgeführt.

Daher lade ich alle Blogbesucherinnen und -besucher ins neu-gegründete Weblog ein, das in den nächsten Tagen noch einige Anpassungen (Theme, etc.) erfahren wird.

Also, auf ins Bewerbungsmanagement-Blog! :-)

Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

Dank der Demographie automatisch zum Traumjob?

15. Mai 2008

Nach einer Zeitungsmeldung vom 14.05.2008 (Westfälische Rundschau, Nr. 111) zu urteilen, scheint sich die Lage für junge Bewerber um eine Ausbildungsstelle allmählich zu entspannen. Der demographische Faktor wirkt sich offenbar inzwischen zugunsten der Ausbildungsplatzsuchenden aus:

Folgende Ausbildungsstellen sind gemeldet:

01. Industriekaufmann/-frau

02. Einzelhandelskauffrau /-mann

03. Bankkaufmann /-frau

04. Bürokauffrau /-mann

05. Industriemechaniker /-in

06. Kauffrau /-mann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel)

07. Kaufmann /-frau für Bürokommunikation

08. Verkäufer/ -in

09. Medizinische /-r Fachangestellt/-r

10. Koch / Köchin

Dagegen sind folgende Ausbildungsstellen bisher unbesetzt:

01. Kaufmann / -frau im Einzelhandel

02. Bürokauffrau / -mann

03. Industriekaufmann / -frau

04. Verkäufer / -in

05. Kauffrau / -mann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel)

06. Industriemechaniker /- in

07. Kauffrau / -mann für Bürokommunikation

08. Koch / Köchin

09. Fachverkäufer / -in im Lebensmittelhandwerk (Schwerpunkt Bäckerei)

10. Bankkauffrau /-mann

(vgl. Westfälische Rundschau, Nr. 111, 14.05.2008, S. 2)

Bedeutet das, dass bequeme Bewerber einfach warten müssen, bis der Ausbilder “hier” schreit? Ich denke, dass wäre mit absoluter Sicherheit die falsche Einstellung. Denn schwache Leistungen bzw. fehlende Umgangsformen werden trotzdem nicht gerne gesehen:

Der in der WR zitierte Ausbildungsexperten Thilo Pahl (DIHK) beschreibt, dass das mündliche und schriftliche Ausdrucksvermögen und die Mathematikkenntnisse von jungen Bewerberinnen und Bewerbern zu wünschen übrig lassen. Zudem hätten viele nur gering ausgeprägte Sozialkompetenzen, auch wird die mitunter hohe Zahl von Altbewerbern (ab einer mindestens einjährigen Ausbildungsplatzsuche gilt der Jugendliche als “Altbewerber”) beklagt. Ein Fünftel der Jugendlichen schaffe es nur, auf Grundschulniveau zu rechnen, lesen und zu schreiben (vgl. Westfälische Rundschau, Nr. 111, 14.05.2008, S. 2).

Offenbar muss sich die Wirtschaft auch verstärkt um leistungsschwächere Bewerber kümmern, will man den jeweiligen Personalbestand nicht reduzieren. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bedeutet, dass jede(r) auf jeden Fall jede Wunsch-Ausbildungsstelle erhält. Wer als Schüler bereit ist, etwas mehr zu tun, um gegen seine Schwächen anzugehen, kann sicher sein, optimale Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu haben.

Schließlich gilt auch hier, nicht nur das zu nehmen, was sich so ergibt, sondern idealerweise auszuwählen. Kluge Bewerber arbeiten an sich, um das Bestmögliche zu erreichen. Wer meint, die Demographie garantiere quasi ohne eigenes Zutun eine Ausbildungsstelle, wird sich gewiss noch wundern…

Also, lernen, üben und arbeiten Sie für sich,

das freut nicht nur den Arbeitgeber,

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

Neues Theme

7. Mai 2008

Nur zur Information:

Aufgrund dessen, dass es Schwierigkeiten mit dem bisherigen Theme gab, habe ich das klassische Theme von Wordpress hier wieder eingebaut.

Webmaster-Grüße

Silvio Ströver

Gestern arbeitsloser Schauspieler, heute arbeitender Hilfskoch!

4. Mai 2008

Es ist wichtig für junge Leute, zu wissen, dass es nicht immer “glatt” geht, was die eigene Berufsplanung anbetrifft. Das passiert heute vielen Bürgern, egal, ob sie schon jahrelang in Lohn und Brot standen oder erst Berufsanfänger sind.

Wichtig ist, zu wissen, dass es solche Brüche im Lebenslauf inzwischen häufig gibt und es u. a. darauf ankommt, wie man sich in solchen Situationen verhält Einige Arbeitslose verfallen in Depressionen und bleiben - resignierend - zurück. Andere wiederum ergreifen jede realistische Chance, um beruflich wieder auf die Beine zu kommen. Und manchmal wird einem unverhofft geholfen:

Die JobCenter ARGE Dortmund bot einem arbeitslosen Schauspieler, Marco-Jorge Rudolph, eine Maßnahme an, um sich beruflich als Koch zu bewähren. Der Clou der Dortmunder ARGE: Statt Arbeitslosen ihre Arbeitslosigkeit zu finanzieren, erhielt der junge Mann eine zweijährige Jobmöglichkeit, um seinen Lebenslauf wieder mit einer beruflichen Tätigkeit aufzufüllen und wieder neu Hoffnung zu schöpfen. Selbst, wenn er am Ende evtl. nicht übernommen werden kann, steht er nun als Bewerber mit besseren Chancen dar! Es bleibt nur zu wünschen, dass er im Anschluss wirklich eine Jobperspektive haben wird! Anschaulich wird dies hier (Yahoo Deutschland: ddp-Meldung vom 14. März 2008) beschrieben:

http://de.news.yahoo.com/ddp/20080314/ tde-vom-schauspieler-zum-hilfskoch-d9e70c2.html

Auszug:
“Rund fünf Jahre war der ausgebildete Schauspieler arbeitslos. «Einen Feierabend, bei dem ich mich zufrieden zurücklehnen konnte und wusste, ich habe heute etwas geschafft, gab es da nicht», sagt der gebürtige Dortmunder. Doch diese Zeit gehört inzwischen der Vergangenheit an. Mit Hilfe eines Projekts der Dortmunder Arbeitsgemeinschaft (Arge) fand er vor einem Jahr eine Stelle als Hilfskoch und verdient sich seitdem nicht nur wieder sein eigenes Geld, sondern auch den täglichen Feierabend.”

Quelle:

Yahoo Deutschland: Vom Schauspieler zum Hilfskoch. http://de.news.yahoo.com/ddp/20080314/ tde-vom-schauspieler-zum-hilfskoch-d9e70c2.html

Dieser Ansatz, in Menschen zu “investieren”, kann ich aus pädagogischen (und auch aus wirtschaftlichen) Gründen nur gutheißen. Es wäre aus meiner Sicht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer von Nutzen, wenn der Förderansatz der JobCenter ARGE Dortmund bundesweit Schule machen würde.

Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

Link-Tipp:

JobCenter Arge Dortmund: Projekte. http://www.arge-dortmund.de/index.php?cm_id=projekte&id=1

3sat-Mediathek: Girls Day 2008

28. April 2008

Die Mediathek des Senders 3sat bietet einen Film zum letzten Girls Day 2008.

Klicken Sie dazu in die Sidebar auf “Service” und danach ins Menü “Mediathek”.

http://www.3sat.de

Dort geben Sie “Girls Day” ins Suchfenster ein - fertig!

Viel Spaß dabei,

Silvio Ströver

Girls Day 2008

25. April 2008

Der diesjährige Girls Day hat hoffentlich vielen Mädchen und jungen Frauen helfen können, sich über den eigenen Wunschberuf im Klaren zu werden. Zahlreiche Aktionen belegen, dass das Thema hoch aktuell ist. Frauen sollen den Beruf ergreifen können, den sie gerne ausüben möchten. Im Übrigen gilt das auch für Männer. Zudem macht es auch einfach Spaß, mit jungen Leuten etwas zu unternehmen, um sie auf die vielen Möglichkeiten im Berufsleben hinzuweisen. Schöne Berichte über diverse Girls-Day-Aktivitäten lesen Sie u. a. hier:

Rebecca berichtet, wie sie ein Herz zum Blinken brachte: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/rebecca

Maria weiß etwas zum Bankwesen zu berichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/maria

Melanie hat im Forstamt gearbeitet: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melanie

Jana schuftete in einer Metallwerkstatt: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/jana

Susanne mischte in der Lokalpolitik mit: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/susanne

Lena war begeistert davon, zu schrauben und zu löten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/lena

Natascha durfte bei der Telekom u. a. Websites erstellen und Netzwerke einrichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/natascha

Sandra beschäftigte sich im Fraunhofer Institut mit dem Zellaufbau: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sandra

Sabrina “meldete sich” bei der Bundeswehr: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sabrina

Melissa fragte sich, wie wohl ein Chip funktioniert: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melissa

Zum Schluss habe ich noch drei Links für interessierte Mädels, die einige Berufe online besser kennenlernen möchten:

http://www.lizzynet.de/dyn/

99610.php?sid=76438027244448539517558655898980

oder auch:

http://www.lizzynet.de/dyn/

99590.php?sid=41857572062378883120907570780910

und

http://www.girls-day.de/zielgruppen/schulen/berufsorientierung/links_tipps

Viel Erfolg!

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Abiturienten aufgemerkt!

17. April 2008

Abiturienten und angehende Studenten aufgemerkt:

Sie möchten gerne studieren, wissen aber leider nicht, was?

Dann können Sie verschiedene Online-Tests zur Studienwahl durchführen, um z. B. nach nur 20 min. zu erfahren, welcher Studiengang evtl. Ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Neben dem kostenlosen Online-Test der Ruhr-Universität Bochum “Borakel” können Sie sich auf der Webseite der Universität Hohenheim testen lassen: http://www.was-studiere-ich.de

Viel Erfolg!

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Zwei angehende Verwaltungsfachangestellte berichten

11. April 2008

Nicole Wittke und Romina Klinger haben vor einiger Zeit ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten begonnen (und inzwischen sicher erfolgreich beendet) und berichten auf der folgenden Webseite davon, wie sie ihre Ausbildung bisher erlebt haben. Ich denke, dass solche Berichte gerade für junge Leute ganz wichtig sind, weswegen ich den Link hier empfehlen möchte:

http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_10/

Ausbildung_Erfahrungsbericht__Verwaltungsfachangestellte.asp

Wollen auch Sie sich einen ersten Eindruck darüber verschaffen, was es heißt, eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte zu durchlaufen, so sollten Sie sich den Text einmal durchlesen. Viel Spaß dabei!
Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Nachtrag:

Hier habe ich noch einen weiteren Link speziell für männliche Interessenten eingefügt: Wenn Sie auf den folgenden Link klicken, gelangen Sie auf einen etwas kritischeren Erfahrungsbericht eines jungen Mannes, der ebenfalls von seiner Ausbildung zum  Verwaltungsfachangestellten berichten kann:

http://www.dooyoo.de/berufe-taetigkeiten/

verwaltungsfachangestellte-r/785002

Film für Jungs in der Berufswahl

4. April 2008

Wie ich auf der Webseite von Kindo las, gibt es für Jungs einen Film auf DVD  zu bestellen. In einem Flyer zum Download können Sie lesen, was der Film “Eigentlich wollte ich Fußballprofi werden” bezwecken will. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten* finden Sie dort. Es muss also nicht immer lauten: “Wie der Vater, so der Sohn…”

Gruß,

Silvio Ströver

*Der Link ist auch rechts in der Sidebar dieses Weblogs unter der Rubrik “Berufsorientierung für Jungen und Männer” wiederzufinden.

Wozu Pädagogik studieren?

1. April 2008

Eine Frage, der ich vor einiger Zeit (Sommersemester 2001) nachging und folgende Schlussfolgerung dokumentierte:

“Möglicherweise besitzen gerade Studenten /-innen der Pädagogik eine höhere Ambiguitätstoleranz und effektivere Konfliktlösungskompetenz als andere Menschen. Ideelle Werte („Helfersyndrom“) werden eher weniger genannt, sodass sachliche, finanzielle, organisatorische und pragmatische Gründe gewichtiger einzuordnen sind, als z. B. karikative, humanistische oder christliche Beweggründe.”

Hier gibt es weitere Informationen zu meiner empirischen Erkundungsstudie:

http://paedblog.de/2006/08/30/wozu-paedagogik-studieren

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Praktisch wertlos?

28. März 2008

Werden Praktikantinnen und Praktikanten in Deutschland systematisch ausgenutzt? Es sieht jedenfalls so aus: Nach Abschluss einer beruflichen Ausbildung haben - nach einer neuen Studie zufolge - nur 37 % der Praktikanten eine angemessene Vergütung erhalten. Danach zu urteilen, wird der Großteil der Berufsanfänger als kostenlose bzw. billige (und oft auch willige) Arbeitskraft missbraucht.

Der Begriff “Generation Praktikum” existiert also völlig zurecht, wenn es um diejenigen geht, die versuchen, nach der Ausbildung oder Studium beruflich Fuß zu fassen. Meiner Ansicht nach müsste so etwas schnellstens und natürlich zugunsten der lernwilligen Praktikanten verändert werden.

Dazu gibt es aus meiner Sicht zwei denkbare Varianten: Entweder kehrt in der Wirtschaft Vernunft und Einsicht ein, sodass sich das beschriebene Problem von alleine löst; oder die Betroffenen versuchen, den Missstand mit geeinten Kräften selbst zu lösen. Beispielsweise kann ein Schritt sein, eine Petition zu unterschreiben, um die Politik dazu zu bringen, sich dieser Thematik anzunehmen.

Es wird sich zeigen, wie diese Problematik zu lösen ist. “Gerechtigkeit” gibt es auch in dieser Sache nicht per se (automatisch), man muss sich alles demokratisch erarbeiten. Es ist entweder die Frage, wer “stärker” ist oder aber, ob es nicht doch dazu kommen kann, dass beide Parteien (Praktikanten UND Wirtschaft) an einem (guten!) Strang ziehen.

Wer Interesse hat, die neue Studie einmal selbst zu lesen, kann sich die Pdf-Datei dazu auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales herunterladen:

http://www.bmas.de/coremedia/generator/25036/property=pdf/

2008__03__18__ergebnisbericht__junge__berufseinsteiger__lang.pdf

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Überarbeitung der “Sidebar”

9. März 2008

Wie Sie (vielleicht) sehen können, ist die “Sidebar” (rechte Weblog-Spalte ) etwas überarbeitet worden. Die einzelnen Überschriften habe ich von der Schriftgröße her vereinheitlicht und die Linkliste jeweils nach Inhalt sortiert. So sollten Sie das Angebot dieses Weblogs besser nutzen können. Viel Spaß beim Stöbern!

Viele Grüße,
Silvio Ströver

Berufswahlhelfer in Hameln

6. März 2008

Berufswahlbegleiter gibt es nicht nur in Dortmund, sondern auch in Hameln. Im Pressearchiv der “Impuls” gGmbH findet man einen, zwar etwas fehlerhaft verfassten, aber dennoch interessanten “DeWeZet”-Bericht von Ulrike Truchseß über die Arbeit von drei Berufswahlbegleitern /-helfern.

Die Sozialpädagogin Anika Hesse wird zunächst erwähnt. Sie weist darauf hin, dass Erfolge ihrer Arbeit erst in einigen Jahren messbar seien: “Ich muss Herrn Durchstecher (= Leiter des JobCenters Hameln, red. Anmerkung) entäuschen, wenn er die Erwartung hatte, wenn er die Erwartung hatte, dass sich die Vermittlungsquote sofort erhöhen sollte.” (Quelle: http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm: Service - Pressearchiv-Jahrgang 2007 -und nach unten scrollen) Nur vier ihrer Schützlinge mit einem Hauptschulabschluss hätten es überhaupt bis zu einem Vorstellungsgespräch geschafft, scheiterten aber am Einstellungstest. Vier weitere, Schüler einer zehnten Klasse wüssten aber nun ganz genau, wie sie ihren weiteren Werdegang zu gestalten hätten. Die zwei Klassenlehrer seien von der Arbeit der Sozialpädagogin Anika Hesse ganz begeistert: Wichtig ist beiden, dass die Sozialarbeiterin die Schüler ermutigt.” (Quelle: http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm)

Rainer Faulpel weiß zu berichten: “Unsere Beratung ist nicht abschlussorientiert, sondern anschlussorientiert’, (…)” Klingt gut, wenn eigentlich auch nicht ganz klar ist, was er damit konkret meint.

Ein weiterer Berufswahlhelfer, Rolf Schönlein, wird beschrieben, der scheinbar etwas überfordert ist: “In unterschiedlichen AGs bietet Schönlein Bewerbungstraining an, das sei fast schon zu viel.” (Quelle: http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm) Aber immerhin seien zwei seiner (auf zwei Schulen verteilten) Schüler inzwischen sicher in einer Ausbildung untergebracht.

Hausbesuche und Elterngespräche werden genutzt, um die Eltern in die Berufswahl der Kinder miteinzubeziehen. Viele Schüler verfügten nicht über das nötige “Vitamin B” oder über soviel Vorwissen, um einen Wunschberuf formulieren zu können. Begründet wird dies damit, dass ein kurzer BIZ-Besuch auch nicht geeignet sei, um die Fülle von ca. 500 verschiedenen Berufen zu bewältigen.

Berufswahlbegleitung findet an vielen deutschen Schulen in unterschiedlicher Form statt. Es wäre interessant, zu erfahren, wie andere Berufswahlhelfer, Berufwahlbegleiter, Berufswahlnavigatoren, Berufswahlberater, Berufswahlkoordinatoren oder wie man solche pädagogischen Fachkräfte auch sonst noch bezeichnen mag, arbeiten.

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzer Artikel:

TRUCHSEß, Ulrike: Schwierige Berufswahl - Helfer machen Mut. Die meisten Hauptschüler sind unsicher / 90 % wollen Realschulabschluss machen. DeWeZett 23.02.2007
http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/index2.htm
bzw.
http://www.impuls-hamelnpyrmont.de/pr230207.htm

Faires Praktikum (für faire Praktikanten)

3. März 2008

Ein faires Praktikum, wer wünscht sich das nicht? Es ist leider nicht selbstverständlich, einen angemessenen Praktikumsplatz zu finden. Wer als Praktikant nur kopieren oder Kaffee kochen darf und eher als billige oder gar kostenlose Vollzeit-Arbeitskraft ausgenutzt wird, sollte sich schnell nach einem “fairen Praktikum” umsehen.

Ich kenne aus meiner Berufspraxis heraus auch die Sprüche, wie z. B. “ich hab kein Bock auf Kaffee kochen…” Doch manchmal steckt auch eine generelle Unlust dahinter, am liebsten überhaupt kein Praktikum machen zu wollen. Es ist daher wichtig, solche vorschnellen Aussagen auch zu hinterfragen. Dann stellt sich heraus, dass manch einer zu bequem ist, mal ein paar zusätzliche Stationen mit der Straßenbahn zu fahren: “Da muss ich ja zehn Minuten eher aufstehen…”. Eine andere Praktikantin in spe träumte vielleicht davon, als Rechtsanwaltsfachangestellte in der berühmtesten Anwaltskanzlei der Stadt zu arbeiten und war daher schwer enttäuscht, dass es sich bei der von mir vermittelten Stelle doch nur um eine ganz durchschnittliche Geschichte handelte. Und es gibt immer wieder Kandidaten, die doch meinen, drei Tage vor dem Praktikumsbeginn die schönste und beste Praktikumsstelle der Welt von mir einfordern zu können. Nach einem ernsten - aber fürsorglichen - Gespräch weise ich dann darauf hin, dass die Welt leider nicht (immer) auf sie wartet und mache ihnen klar, dass sie nur noch zwei Chancen haben, überhaupt eine Stelle zu bekommen: Da muss man sich in der Tat auch mal in die Vororte bewegen, wo ein Praktikant eher selten hingelangt, weil das Geschäft abseits des Hellwegs oder der Hauptstraße liegt. Oder sie müssen mit einer ganz kleinen Filiale vorlieb nehmen, die noch nie zuvor einen Praktikanten gesehen haben.

Das kann durchaus eine Chance für “spätaktive” Praktikumsplatzsuchende sein: Sie lernen den Alltag im Dorf kennen, ohne ständig durch den Großstadtlärm von der Arbeit abgelenkt zu werden. ;-) Gleichzeitig werden nicht wenige Erstpraktikanten wie Könige behandelt, weil das kleine Geschäft bzw. der kleine Betrieb auch sehr vorsichtig mit dem Schüler umgeht. In einem Fall erlebte ich es, wie ein Blumenladen so begeistert von seiner allerersten Praktikantin war, dass man ihr gleich eine Ausbildungsstelle anbot.

Doch, und jetzt komme ich wieder auf die Fairness zu sprechen, kommt es aber auch oft ganz anders als gedacht:
2005 beschrieb Jessica Sturmberg im “Morgenecho” des WDR5 in einer Artikelserie “Hürdenlauf zum Hungerlohn” anhand einiger Dortmunder Beispiele (Quelle siehe unten), wie schwierig es auch für gut ausgebildete Fachkräfte ist, nach dem Studium eine (bezahlte) Arbeit zu finden.

Natürlich gibt es auch darüberhinaus weitere, zahlreiche Publikationen und Meldungen zum Schlagwort “Generation Praktikum”:

BUNDESMINISTERIUM für Arbeit und Soziales: Forschungsberichte: Praktika in Deutschland.
http://www.generationpraktikum.de/Generation-Praktikum/Navigation/

Service/stand-der-forschung,did=192388.html
BUNDESMINISTERIUM für Arbeit und Soziales: Forschungsberichte: Praktika in Europa. http://www.generationpraktikum.de/Generation-Praktikum/Navigation/

Service/stand-der-forschung,did=191914.html

BRIEDIS, Kolja; MINKS, Karl-Heinz (April 2007): Generation Praktikum – Mythos oder Massenphänomen? http://www.his.de/pdf/22/generationpraktikum.pdf oder: http://www.sueddeutsche.de/imperia/md/content/karriere/generationpraktikum.pdf

DEIß, Matthias (RBB/Tagesschau: 28.11.2007/15:00 Uhr): Junge Menschen haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer. (Video) http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video241320.html

DGB-Jugend: Generation Praktikum. Wie man gute Arbeit für wenig Geld bekommt. http://www.dgb-jugend.de/themen/generation_praktikum

GRÜHN, Dieter; HECHT, Heidemarie (Februar 2007): Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. (DGB) http://www.boeckler.de/pdf/fof_praktikum_2007.pdf

MONSTER.de (22.01.2007): Nur ein faires Praktikum ist ein gutes Praktikum.
http://berufsstart.monster.de/12101_de-de_p1.asp

SUEDDEUTSCHE.de (12.04.2007): Die Mär von der “Generation Praktikum”
Eine erste bundesweite Studie räumt auf mit dem Bild der “Generation Praktikum”: Schlecht bezahlte Praktika nach dem Studium sind danach keinesfalls ein Massenphänomen - im Gegenteil. http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/artikel/715/109606

Wer sich die Mühe macht, diese Links anzuklicken, um sich einen ersten Überblick über diese Thematik zu verschaffen, wird merken, wie kontrovers die Diskussion um den Begriff “Generation Praktikum” verläuft. Ob es früher wirklich “besser” war oder ob heute extrem übertrieben wird, sei dahingestellt. Es möge sich jeder ein eigenes Urteil darüber bilden. Zumindest hat es dazugeführt, dass die Zeitschrift “Junge Karriere” bereits im Oktober 2004 ein Gütesiegel der besonderen Art einführte: Unternehmen, die nach ganz bestimmten Kriterien ein “faires Praktikum”anbieten, erhalten eine Auszeichnung, die sich sehen lässt.

2008_03_03_guetesiegel_faires_praktikum_.jpg

“Fair” soll heißen:

“Fair Companies…

  • substituieren keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, vermeintliche Volontäre, Hospitanten o.ä.
  • vertrösten keinen Hochschulabsolventen mit einem Praktikum, der sich auf eine feste Stelle beworben hat,
  • ködern keinen Praktikanten mit der vagen Aussicht auf eine anschließende Vollzeitstelle,
  • bieten Praktika vornehmlich zur beruflichen Orientierung während der Ausbildungsphase,
  • zahlen Praktikanten eine adäquate Aufwandsentschädigung.”

Quelle: Zitiert nach http://www.karriere.de/psjuka/fn/juka/SH/0/sfn/

buildjuka/bt/2/cn/cn_decision/aktelem/PAGE_2133/page1/

PAGE_6/page2/PAGE_2133/site/PAGE_4/home/0/url//index.html

Auch die SPD will, laut eines Spiegel Online-Artikels (Jochen Leffers) (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,533602,00.html) vom 06.02.2008, das Problem endlich lösen und dort anknüpfen, wo Müntefering im Herbst 2006 nicht mehr weiterkam. Es scheint so, als ob wieder Bewegung in die Sache käme, was nur zu begrüßen wäre.

Um das Ganze zu beschleunigen, zeige ich Praktikantinnen und Praktikanten eine gute Möglichkeit auf, sich mit für ein faires Praktikum einzusetzen, denn nur, wer sich bewegt, bewegt auch ‘was: Hier können Sie politisch aktiv werden, indem Sie eine Online-Petition unterzeichnen (je mehr unterschreiben, desto besser):

http://www.generation-p.dgbj.org

bzw.

http://www.dgb-jugend.de/studium/meldungen/ europa_soll_praktikantengesetz_bekommen

(Und hier können Sie sehen, dass ich mich ebenfalls an der Petition beteiligt habe:

http://www.generation-p.dgbj.org/unterstutzerliste)

Weitere Informationen dazu:

http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/presse/pm_praktikum.pdf

http://www.generationpraktikum.de/ Generation-Praktikum/Navigation/aktuelles,did=166308.html

Bewerten Sie hier Ihr Praktikum und zeigen Sie anderen Praktikanten, wie es Ihnen ergangen ist:

http://www.karriere.de/psjuka/fn/juka/SH/0/sfn/buildjuka/ bt/2/cn/cn_prak_start/aktelem/PAGE_18/page1/ PAGE_334/page2/PAGE_18/site/PAGE_4/home/0/url//index.html

Weitere Bewertungsmöglichkeit bei der DGB-Jugend:

http://www2.dgb-jugend.de/studium/praktika/bewertung

Für mich als berufswahlberatender Pädagoge ist es auf jeden Fall ein wichtiges Anliegen, den Praktikanten über seine Pflichten und Rechte aufzuklären und ihm bei der Suche nach einem qualitativ guten Platz Unterstützung zu gewähren und gegebenfalls daran zu arbeiten, überzogene Erwartungen auf ein realistisches Niveau (das im Einzelfall natürlich jeweils zu bestimmen wäre) herunterzuschrauben. Idealerweise hat sich die individuelle Anstrengung gelohnt, weil das Praktikum viele Einblicke ins Berufsleben gewährt (Lerncharakter!), abwechslungsreich gestaltet ist und wirklich zu einer Antwort beitragen kann: “Ist diese Tätigkeit etwas für mich oder nicht?”

Um nicht völlig ahnungslos ins Pratikum zu gehen, kann ich ich jedem nur raten, auch mal ein Blick ins Bundesbildungsgesetz (BBiG) zu werfen, das die Basis für die Rechte und Pflichten auch für Praktikantinnen und Praktikanten darstellt. Leider gibt es keine eindeutige Definition des Begriff des Praktikanten (vgl. SCHNEIDER; KÖNIG; RINECKER: 2006, S.38), sodass das Bundesarbeitsgericht (BAG) zu bemühen wäre. Allerdings reicht das Online-Archiv nur vier Jahre zurück, sodass ich hier eine weitere Quelle nennen möchte: http://www.fairwork-ev.de/cms/front_content.php?idcat=6

Die Autoren des Buches “Vom Praktikum zum Job” (Quelle: siehe unten) schlagen vor, nach der Praktikumsart-Bestimmung [Schülerpraktikum, Pflichtpraktikum im Studium, Praxissemester, freiwilliges Praktikum etc. (vgl. SCHNEIDER; KÖNIG; RINECKER: 2006, S.13)] sich besonders die Paragrafen §§ 10 bis 23 und 25 anzuschauen.

§§ 10 bis 25 regeln “organisatorische” Dinge, setzten also die Rahmenbedingungen (z. B.: Welche Kündigungsfristen gibt es? Wie hoch ist der Urlaubsanspruch? Welche Vergütung ist angemessen? Hinweise zur Erstellung von Praktikumsverträgen…) u. s. w. fest.

§ 25 erinnert: § 25 Unabdingbarkeit
Eine Vereinbarung, die zuungunsten Auszubildender von den Vorschriften dieses Teils des Gesetzes abweicht, ist nichtig.

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__25.html

[Eine Vereinbarung (Praktikumsvertrag) ist also NICHTIG (nicht gültig!), wenn sie Bestimmungen enthält, die den Auszubildenden benachteiligen (also nicht zu seinen Gunsten sind).]

Ich wünsche allen Praktikantinnen und Praktikanten ein erfolgreiches Praktikum, und hoffe, dass engagierte Betriebe auf ebenso engagierte Praktikanten stoßen.

Zum Schluss noch ein schöner Link der Sueddeutschen.de, die eine Kolumne “Mein Kollege sagt…” anbietet. Dort erfahren Sie auf humorvolle Weise, wie es manchmal in Betrieben so zugeht: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/kolumne/241/127040

Also, viel Erfolg und Spaß im Praktikum

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge (Dortmund)

Benutzte Quellen:

SCHNEIDER, Frank; KÖNIG, Bettina, RINECKER, Susanne:
Vom Praktikum zum Job.
Freiburg i. Br.: Rudolf Haufe Verlag, 2006.

STURMBERG, Jessica / WDR 5 (14.06.2005):
Generation Praktikum - wo bitte gibt es einen festen Job?

Hürdenlauf zum Hungerlohn?
Der Einstieg ins Berufsleben wird immer schwerer.
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/manuskript/

050614_praktika_sturmberg.pdf

Die etwas angerostete Job-Lokomotive

11. Februar 2008

Ich weiß, dass dies bei vielen Schülerinnen und Schülern eher die Ausnahme ist, aber vielleicht gibt es doch den ein oder anderen, der sich durchaus den Luxus gönnt, in die Buchhandlung zu gehen, um sich Literatur für die Erstellung einer Bewerbungsmappe o. ä. zu kaufen.

2008_02_11_joblokomotive_02b_.jpg

Umso größer der Ärger, wenn man feststellen muss, dass das neu herausgegebene Werk dann doch nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entspricht.

Als ich Ende letzten Jahres für einen Ordner mit dem etwas urigen Titel “Die Job-Lokomotive” käuflich erworben hatte, sah ich, dass das Muster-Anschreiben längstens nicht mehr den gültigen DIN-Normen entsprach. Der vom Juventa-Verlag 2007 neu herausgegebene Ordner mit Kopiervorlagen will ein Trainingsprogramm für Jugendliche sein und beinhaltet viele gute Vorlagen und Textbausteine. Entstanden ist dieser Ordner mit Hilfe der Hamburg-Mannheimer-Stiftung “Jugend & Zukunft”.

Doch ausgerechnet das Muster, welches ich gerne in der Schule eingesetzt hätte, stimmte vorne und hinten nicht mehr.

Fehler 1:

2008_02_11_joblokomotive_01b_.JPG

Wie üblich, befindet sich die Adresse des Empfängers (des Betriebs etc.) im linken, oberen Text-Teil, genau über der Betreff-Zeile. Nun wird hier, wie es 2005 noch richtig war, eine Leerzeile zwischen Straßennamen und Ortsbezeichnung eingefügt.

Doch inzwischen haben wir 2008: Diese Leerzeile ist seit der neuen DIN 5008 (also seit Mai 2005) nicht mehr gestattet. Es darf also keine Leerzeile mehr dazwischen stehen. Im Übrigen verzichtet dieses Muster auf die Angabe einer (seriösen) Emailadresse. Wer eine brauchbare besitzt, die auch noch (für potenzielle Arbeitegeber) vorzeigbar ist, sollte diese heute durchaus mit angeben. Natürlich ist dies kein “Muss”, aber aus meiner Sicht ein notwendiges Minimum, um zu zeigen, dass man auch mit modernen Medien umgehen kann.

Fehler 2:

2008_02_11_joblokomotive_01c_.JPG

Die Angabe “Musterstadt, den 18.10.2006″ bitte so nicht mehr verwenden. Stattdessen schreiben Sie schlicht: “Musterstadt, 18.10.2006″ oder noch einfacher: 2006-10-18 (Musterbrief nach der DIN 5008)

Fehler 3:

2008_02_11_joblokomotive_01d_.JPG

Das Anschreiben wird mit dem folgenden Satz eingeleitet:

“Sehr geehrter Herr Hunstig,

bezugnehmend auf das Ausbildungsangebot…”

Mein Eindruck ist der, dass es sich hier um eine veraltete Ausdrucksform handelt. Im Duden finden wir den Hinweis, dass dieser Begriff aus der “Amtssprache” bzw. “Kaufmannssprache” stammt. Doch was hat (veraltete?) Amtssprache in einem Anschreiben eines (jungen) Bewerbers zu suchen? Nichts! Also mein Tipp: Suchen Sie sich besser einen zeitgemäßen Begriff, eine Formulierung, die zu Ihnen passt. Sonst laufen Sie Gefahr, zu hölzern zu klingen, was Sie sicher nicht möchten (es sei denn, Sie sind wirklich hölzern).

(Optischer) Fehler 4:

Wörter wie “sowie” und “Ausbildung” werden im Mustertext getrennt. Es ist sicher schöner für’s Auge, diese Begriffe nicht zu trennen, sondern im Ganzen zu lassen.

2008_02_11_joblokomotive_01e_.JPG . 2008_02_11_joblokomotive_01f_.JPG

Fehler 5:

Ob der Bewerber seinen “voraussichtlichen” Schulabschluss (Neudeutsch: Bildungsabschluss) nennen mag, ist ebenfalls nicht ohne Weiteres anzuraten:

2008_02_11_joblokomotive_01g_.jpg

“Voraussichtlich” klingt, so wusste mir ein kompetenter Berufsberater aus seiner jahrelangen Berufspraxis heraus zu sagen, sehr unsicher. Man muss also versuchen, als Bewerber die Arbeitgeber-Logik zu durchschauen. Besser ist es, “voraussichtlich” (z. B. auch im Lebenslauf) komplett wegzulassen oder zu umschreiben mit “angestrebter Schulabschluss…”. Arbeitgeber möchten eher sichere Bewerber, die keinen Zweifel darüber haben, ob Sie Ihren gewünschten Schulabschluss auch erreichen.

Fehler 6:

Zeilenabstände: Verwendet wird hier der einzeilige Abstand. Dadurch wirkt der Text sehr “gedrungen”. Auflockern kann man das Anschreiben, das ohnehin nur ca. fünf bis ca. acht Sätze umfassen soll, dadurch, dass man z. B. im kostenlosen OpenOffice-Textprogramm unter “Format” - “Absatz” - “Einzüge und Abstände” unter “Zeilenabstand” “1,5zeilig” anklickt.

Mein (kurzes) Fazit:

Der Ordner ist sicher durchaus zu empfehlen, wenn man von kleineren Schwächen absieht. Es wäre jedoch wünschenswert, eine Aktualisierung vorzunehmen, um die beschriebene Mängel zu korrigieren, denn immerhin sind 59,- € auch nicht wenig.

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl-Pädagoge

Zu bestellen gibt es diesen Ordner u. a. hier:

http://www.weltbild.de/artikel.php?WEA=8002820&artikelnummer=12327391&mode

=art&PUBLICAID=924cd762423cf19950f6db66a5e9a29c

bzw.

http://www.amazon.de/Job-Lokomotive-Trainingsprogramm-

Berufsorientierung-Jugendliche-P%C3%A4dagogisches/dp/3779921359

oder hier:

http://www.buch.de/buch/14249/

618_die_job_lokomotive__paedagogisches_training.html

bzw. hier:

http://www.pbv.at/webmanager/view.php?docid=5800